Woran dein Projekt sterben kann:
die 16 Enden

Der Projekt-Simulator ist ein Browser-Textadventure der Loyal Team GmbH: Du bist Projektleiter von Projekt PHOENIX und triffst acht Entscheidungen — von der geschluckten Vertriebs-Schätzung bis zum Big-Bang-Go-Live. Hier stehen alle Enden im Volltext, mit ihren Quoten im Entscheidungsbaum des Spiels.

Ausgezählt über alle 6.561 Entscheidungskombinationen: 86,2 % enden tödlich fürs Projekt · 13,8 % gehen live · nur 13,1 % davon mit dir zusammen · wahrscheinlichster Projekttod: Woche 14 (23 %)

Zur Einordnung: Die Prozentwerte entstehen aus der vollständigen Auszählung dieses Entscheidungsbaums bei gleichverteilter Wahl — sie beschreiben das Spiel, nicht die Branche. Ein Durchlauf, der früh endet, trifft die späteren Entscheidungen nie; gezählt werden Kombinationen, nicht gespielte Partien. Einzelwerte sind auf eine Nachkommastelle gerundet; die Summe einer Gruppe kann deshalb um 0,1 Punkte von der exakt ausgezählten Quote oben abweichen.

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Die 12 Projekttode

Zusammen 86,3 % aller Entscheidungskombinationen, sortiert nach Anteil. Hier stirbt das Projekt.

Gestorben in Woche 14 · 23 % der Entscheidungskombinationen

Der Interpretations-Tod

„Dein Projekt starb in Woche 14 an einer Anforderung, die drei Leute drei verschieden verstanden haben. Alle drei hatten recht.“

Obduktionsbericht: Grundstein gelegt in Woche 3, als drei plausible Antworten als eine gezählt wurden.

Dieser Tod ist vermeidbar: Anforderungen, die alle gleich verstehen. →

Nicht gestorben. Nie geliefert. · 15,6 % der Entscheidungskombinationen

Der Zombie-Tod

„Dein Projekt ist nicht gestorben. Es wurde nur nie wieder erwähnt. Es geistert bis heute durchs Portfolio-Board. Statusfarbe: gelb. Für immer gelb.“

Obduktionsbericht: Die letzte Verschiebung war eine zu viel. Niemand hat es beendet – das wäre ja eine Entscheidung gewesen.

Gestorben in Woche 31 · 13,2 % der Entscheidungskombinationen

Der Migrations-Tod

„Dein Projekt starb an dem Satz: ‚Die Daten im Altsystem sind sauber.‘ Es waren 340.000 Datensätze. Sauber waren elf.“

Obduktionsbericht: Geprüft wurde am Go-Live-Wochenende. Von allen gleichzeitig. Unfreiwillig.

Dieser Tod ist vermeidbar: Daten, die vor dem Go-Live geprüft sind. →

Gestorben in Woche 9 · 11,1 % der Entscheidungskombinationen

Das Golfplatz-Feature

„Dein Projekt starb in Woche 9 an einem Feature, das der Vorstand einem Kunden versprochen hatte. Ort des Versprechens: Loch 7.“

Obduktionsbericht: Loch 7 traf auf 47 Kleinigkeiten. Eines von beidem hätte der Plan überlebt.

Gestorben in Woche 31 · 5,5 % der Entscheidungskombinationen

Der Big-Bang-Tod

„Dein Projekt starb an der Entscheidung, alles auf einmal live zu nehmen. Es war ein beeindruckender Knall.“

Obduktionsbericht: Big Bang plus offene Qualitätsfragen. Der Knall war beeindruckend. Die Stille danach auch.

Gestorben in Woche 30 · 4,4 % der Entscheidungskombinationen

Der Schuldfrage-Tod

„Dein Projekt starb zwischen zwei Abteilungen, die sich früh einig waren – nicht über die Lösung, sondern darüber, wer am Ende schuld sein würde.“

Obduktionsbericht: Zu viele stille Deals. Am Ende hatten alle Beweise – nur das Projekt hatte keine Freunde mehr.

Gestorben in Woche 35 · 4,4 % der Entscheidungskombinationen

Der Reorg-Tod

„Dein Projekt überlebte alle fachlichen Krisen – und starb an einer Umstrukturierung. Danach wusste niemand mehr, wer es beauftragt hatte.“

Obduktionsbericht: Fachlich gerettet, organisatorisch verwaist. Die neue Struktur kannte dein Projekt nicht mehr.

Gestorben in Woche 33 · 3,7 % der Entscheidungskombinationen

Der Salami-Tod

„Dein Projekt starb an einer Testphase, die dreimal gekürzt wurde. Beim Go-Live war sie exakt einen Feiertag lang.“

Obduktionsbericht: Die Fehler wurden trotzdem alle gefunden. Von den Anwendern. Im Produktivbetrieb.

Dieser Tod ist vermeidbar: eine Testphase, die dem Druck standhält. →

Gestorben in Woche 24 · 2,7 % der Entscheidungskombinationen

Der Abzugs-Tod

„Dein Projekt starb, als deine beste Entwicklerin ins ‚strategisch wichtigere‘ Projekt abgezogen wurde. Das strategisch wichtigere Projekt starb drei Monate später auch.“

Obduktionsbericht: Lena nahm das Freigabemodul mit – in ihrem Kopf. Der Rest stand im Wiki. Der Rest war eine Seite.

Gestorben in Woche 26 · 1,8 % der Entscheidungskombinationen

Der Scope-Tod

„Dein Projekt starb an 47 kleinen Erweiterungen, von denen jede einzelne ‚nur eine Kleinigkeit‘ war. Es erstickte an seinem eigenen Gewicht.“

Obduktionsbericht: 47-mal Ja gesagt, kein einziges Nein. Der Plan starb an Höflichkeit.

Gestorben in Woche 27 · 0,7 % der Entscheidungskombinationen

Der Vertriebs-Tod

„Dein Projekt starb an einer Aufwandsschätzung, die der Vertrieb vor deinem ersten Arbeitstag gemacht hat. Sie stand im Vertrag.“

Obduktionsbericht: Die Zahl war nie richtig. Aber sie war unterschrieben – und du hast ihr nie öffentlich widersprochen.

Gestorben in Woche 29 · 0,2 % der Entscheidungskombinationen

Der Abnahme-Tod

„Dein Projekt starb am Fachbereich, der elf Monate keine Zeit für Reviews hatte. Zeit hatte er erst bei der Abnahme. Dann aber richtig.“

Obduktionsbericht: „Widerspruch bis Freitag“ aus Woche 3 hielt genau bis zum Abnahmetermin.

Dieser Tod ist vermeidbar: Reviews, die wirklich stattfinden. →

Das Ende dazwischen

0,7 % aller Entscheidungskombinationen. Das Projekt geht live — du gehst trotzdem. Deshalb zählt dieses Ende oben zu den 13,8 %, die live gehen, aber nicht zu den 13,1 %, in denen du mitüberlebst.

Projekt live — Stelle gestrichen · 0,7 % der Entscheidungskombinationen

Der Karriere-Tod

„Dein Projekt hat überlebt. Du nicht. PHOENIX ging in Woche 30 live – die Dankesrede hielt dein Nachfolger. Du hattest jedes Mal recht. Das hat es schlimmer gemacht.“

Obduktionsbericht: Vier Eskalationen, fünf Gegner. Wer jeden Kampf führt, gewinnt Projekte – und verliert Verbündete.

Die 3 Überlebens-Enden

Zusammen nur 13,1 % aller Entscheidungskombinationen — Projekt und Projektleitung überstehen es gemeinsam. Die Ausnahme.

Live in Woche 30 — pünktlich · 6,5 % der Entscheidungskombinationen

Das MVP-Überleben

„Dein Projekt ging pünktlich live – mit der Hälfte der Features. Das Bemerkenswerte: Die andere Hälfte hat nie jemand vermisst.“

Obduktionsbericht: Release 2 wurde übrigens nie beauftragt. Es fehlte auch nichts.

Live — sechs Monate später · 3,8 % der Entscheidungskombinationen

Das ehrliche Überleben

„Dein Projekt hat überlebt. Sechs Monate später, halber Scope, doppeltes Budget – aber es läuft, und die Nutzer mögen es. Das nennt man in dieser Branche: Erfolg.“

Obduktionsbericht: Kein perfektes Projekt. Ein lebendes. Das ist seltener.

Live — als einziges Projekt des Jahrgangs · 2,8 % der Entscheidungskombinationen

Das Eskalations-Überleben

„Du hast früh eskaliert. Alle waren sauer auf dich. In Woche 30 war dein Projekt das einzige, das noch lebte. Sauer ist keiner mehr.“

Obduktionsbericht: Unbeliebt in Woche 6, zitiert in Woche 30. So herum ist es die richtige Reihenfolge.

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